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Der erste Mai - ein Rückblick

Wahrlich, was für ein Tag! Der erste Mai wird uns in ewiger Erinnerung bleiben! Natürlich in positiver Erinnerung, denn sonst würde ich ja nicht darüber schreiben. Und so werfe ich einen glücklichen Blick in unseren Rückspiegel, Jahr um Jahr, und erinnere mich gerne an jenen ersten Mai 1993 zurück. Ich änderte damals meinen Status von LEDIG in ERLEDIGT und.. (ach, das ist jetzt etwas gar derb ausgedrückt); ich meine natürlich, von LEDIG zum Status WORKSHOPER, der Mann workt, die Frau shopt..(uups, auch nicht nicht viel besser...).

Schwamm drüber, jedenfalls heirateten Susanne und ich an jenem stürmischen, aber sonnigen ersten Mai. Nun, ich denke, es ist Zeit für ein Gedicht. Ein Gedicht, ganz allein für meine liebe Frau. Gerne lasse ich euch teilhaben, denn, wie ihr ja wisst, passt so ein Gedicht absolut in unseren Rückspiegel.

 

An meine Frau Susanne, zum ersten Mai:

 

De erschti Mai esch sone Sach,

Do wärde Demonstrante wach,

Si wänd go stürme gäge d‘Wält,

Gäg Sinn und Zwäck vom vile Gält.

 

D‘Susann und ich, mir mached‘s gschiter,

Mir läbed eifach glücklich witer,

Und fiired hüt, mir zfriedne Zwei,

De Hochzitstag am erschte Mai.

 

Ich frag i d‘Runde, wer het Rächt?

Wie alt esch eusi Ehe ächt?

Ihr wüssed‘s sicher, liebe Lüt,

Sächsezwänzigi wird sie hüt!

 

Vil Sturm und Gwitter hämmer gha,

I dere Zit, als Frau und Maa,

Doch immer wider esch verwachet

D‘Sunne, wo eus het zueglachet.

 

Und drum, min Schatz, glaub ich fescht dra,

Dass Sturm und Gwitter eus nie cha

Bestähle wie en böse Dieb

Ich ha dich nämli ganz fesch lieb!

 

01.05.2019, © Georg Meier

 

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